Die Menschen haben das Web 2.0, das Mitmachinternet, längst als einen wichtigen Teil ihres Lebens angenommen. Die sozialen Netzwerke stellen derzeit die Krönung dieser Entwicklung dar. Hier kann man sich mit Freunden austauschen, die eigenen sozialen Kontakte sammeln und auf einfache Weise die tägliche Kommunikation durchführen. Allerdings sind sich die wenigsten Menschen über die Gefahren der sozialen Netzwerke bewusst. Immer mehr Verbrechen sind eine Entwicklung der Offenheit, mit denen die Menschen persönliche Informationen und Daten im Internet verteilen.
Verbrechen durch und in sozialen Netzwerken
Die Möglichkeiten der sozialen Netzwerke sind von Verbrechern weit vor den Behörden erkannt worden. Bereits seit einigen Jahren ist es nun beinahe die Regel, dass Menschen, die beispielsweise in Urlaub fahren durch einen unbedachten Eintrag bei Facebook zum Opfer eines Einbruchs werden. Das klassische Beispiel sieht so aus: Ein User postet einen öffentlichen Eintrag wonach er sich für die kommende Zeit im Urlaub befindet. Jemand aus der eigenen Freundesliste oder gar ein fremder Mensch sieht die Nachricht. Aufgrund der persönlichen Daten wie dem Namen und dem Wohnort lässt sich die genaue Position der Wohnung sehr einfach herausfinden. Wenn der betroffene Nutzer aus dem Urlaub zurückkehrt, ist die Wohnung leergeräumt. Das alles nur wegen dem Leichtsinn des einzelnen Users mit seiner Privatsphäre. Wer Facebook nutzt, sollte sich daher alleine schon aus diesen Gründen stets auf dem aktuellen Stand der komplexen Einstellungen für Privatsphäre befinden.
Behörden entdecken soziale Netzwerke für sich
Derweil sind aber auch die Fahndungsbehörden auf die Vorteile der sozialen Netzwerke gestoßen. Durch die effiziente und schnelle Verteilung von Inhalten können Fahndungsbilder innerhalb einer erstaunlich kurzen Zeit eine Vielzahl von Nutzern erreichen. Die Verteilung erfolgt überregional und bereits jetzt sind viele Fahndungserfolge bei vermissten Personen oder gar Kriminellen gelungen. Die Frage ist, ob es sich hierbei tatsächlich um seriöse Polizeiarbeit handelt und was hinter solchen Erfolgen steht. Durch die einfache Verteilung von Fotos kann binnen kurzer Zeit die gesamte Identität und der Aufenthaltsort einer Person herausgefunden werden. Die sozialen Netzwerke sorgen in extremer Form für eine Aufweichung der Privatsphäre.
Wer sich also in Facebook oder anderen sozialen Netzwerken bewegt, sollte sehr genau darauf achten welche Informationen er über sich preisgibt. Ansonsten kann es schnell passieren, dass der Albtraum vom gläsernen Bürger zu einer bitteren Realität wird.
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